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Trier

von
Thomas Albrecht

Dezember 2006

7. Dezember 2006

In der Sitzung des Dezernatsausschusses V wurde beschlossen, die Stadtteilrahmenpläne Kürenz und Zewen dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorzulegen.

Da die Stadtwerke das Leitungsnetz auf Mariahof erneuern müssen, bietet es sich an, bei dieser Gelegenheit gleich die Wege und Straßen zu sanieren, die sich in einem schlechten Zustand befinden. In einem ersten Bauabschnitt sollen die Fußwege im hinteren Bereich erneuert werden. 60 Prozent der Kosten (724.000 Euro) müssen von den Anwohnern getragen werden. Und zwar werden sie auf alle Anwohner des Stadtteils umgelegt.

Problem hier: Von Anfang an war es unser Bestreben, die Bürger, die ja schließlich auch den Großteil der Kosten zu tragen haben, einzubeziehen. Im letzten Jahr wurde auf Bestreben der CDU eine Bürgerversammlung einberufen. In der wurde beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die zu einem Teil aus Mitgliedern des Ortsbeirates besteht, zu einem anderen Teil aus sachkundigen Bürgern. Die Arbeitsgruppe wurde zwischenzeitlich gegründet. Nur wurde sie erstmals am letzten Donnerstag einberufen. Schon im nächsten Stadtrat soll alles beschlossen werden. Die Bürger fühlen sich mit ihren Einwänden (z.B. muss es wirklich Verbundsteinpflaster sein oder soll es besser Teer sein oder was ist mit dem belasteten Teer-Material, das festgestellt wurde – wer trägt hier die Kosten?) nicht hinreichend ernst genommen. Hier muss sich Einiges ändern! Ich habe deutlich drauf hingewiesen.

An der Ecke Novalisstraße / Hunsrückstraße (ehemaliges China-Restaurant) in Olewig soll neu gebaut werden. Dem Eigentümer schwebte ein zweigeschossiges Gebäude mit Satteldach vor. Der Architekturbeirat sah das aber ganz anders und meinte, da müsse ein „Kontrapunkt“ hin, sprich ein viergeschossiges Gebäude. Das fand der Ortsbeirat aber gar nicht toll und wehrte sich heftig dagegen. Deshalb wurden entsprechende Pläne der Verwaltung, dem Architekturbeirat zu folgen, erst einmal zurückgestellt.

Die Anwohner von Kürenz warten dringend auf eine Entlastung vom Straßenverkehr. 15.000 bis 21.000 Fahrzeuge pro Tag befahren die Avelsbacher Straße bzw. die Straße „Im Averlertal“ täglich. Unvorstellbar! Eine Umgehung könnte wenigsten die Bewohner im unteren Teil Kürenz vom Verkehr entlasten. Wir haben die weitere Vorgehensweise diskutiert. Es besteht die Tendenz, dass die Variante „Grüneberg“ gewählt wird. Das heißt Umfahrung über den Grüneberg, Überquerung der Eisenbahn an der Stelle der alten „Zement-Brücke“.  Hierfür sprechen vor allem Kostenargumente. Während die Tunnellösung (Tunnel bei Alt-Kürenz) 19,15 Millionen Euro kosten sollte, rechnet man jetzt nur (?) noch mit 9,3 Millionen Euro. Vieles muss noch geklärt werden: Denn um Alt-Kürenz effektiv zu entlasten, reicht natürlich nicht der Bau der Umgehung, die Zufahrt nach Alt-Kürenz muss irgendwie verhindert werden. Es wurden verschieden Möglichkeiten vorgestellt, die im Einzelnen noch diskutiert werden müssen. Möglich wäre z.B. eine Sperrung an der Abzweigung zum „Grüneberg“. Dann wären aber die Alt-Kürenzer von Tarforst „abgeschnitten“. Völlig ungeklärt ist natürlich nach wie vor, wie die gesamte Umgehung finanziert werden soll. Zurzeit haben wir das Geld jedenfalls nicht.

Die Verwirklichung des bereits beschlossenen Regionalbahnkonzeptes muss fortgeschrieben werden. Ein Gutachten ist zu dem Ergebnis gelangt, dass dem Haltepunkt Trier-Nord besondere Bedeutung beizumessen ist. Eltern und Schüler der Mäusheckerweg-Schule warten aber dringend auf den Haltepunkt, der ihnen schon lange versprochen worden ist. Deshalb sollen jetzt die Planungen zum Haltepunkt Trier-Nord und Mäusheckerweg betrieben werden.

Die Straße zur Hospitalsmühle sollte verkehrsberuhigt werden. Der Verwaltung schwebte vor, die Straße einseitig zu sperren. Dagegen wandte sich aber einstimmig (!) der Ortsbeirat. Also bleibt jetzt (vorerst) einmal alles wie es ist. Es hat ja keinen Sinn, sich gegen den ausdrücklichen Wunsch des Ortsbeirates zu stellen.

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