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3.6.2008
In der heutigen Sitzung des Dezernatsausschusses IV stand eine umfangreiche Tagesordnung auf dem Programm:
Zunächst wurde ein Bericht vorgelegt, wie es um den Sachstand bei der Ausbau der Loebstraße stehet. Schon in diesem Jahr soll der Ausbau der maroden Straße beginnen. Die Maßnahme wird sich auf vier Jahre erstrecken und insgesamt 3 Millionen Euro kosten. Die Fahrbahn, die heute 8,60 m breit ist, wird auf 6,50 m reduziert werden. Auf der (stadtauswärts gesehen) linken Seite wird ein neuer Fahrradweg gebaut, der mit einem Grünstreifen von der Fahrbahn selbst abgetrennt wird. Damit wird die Lückenschluss des Radewegenetzes zwischen dem Verteilerring und Ruwerradweg endlich vollzogen, sowie die CDU Stadtratsfraktion es schon vor einiger Zeit gefordert hat. Es werden Anliegerbeiträge erhoben, jedoch nicht den Ausbau der Fahrbahn, sondern nur für den Gehweg beziehungsweise den Radweg.
Ferner wurde über den Plan berichtet, die B 51 im Bereich Napoleon-Brücke zu verbreitern. Folgende Idee steckt hinter dem Plan: Da die Fahrspur stadteinwärts nach Trier-West viel zu kurz ist, könnte eventuell eine Verlängerung dieser Spur bis auf die Napoleon-Brücke eine erhebliche Entlastung bringen. Der Haken bei der Angelegenheit ist allerdings, dass die Straße dort sehr schmal ist. Es bleibt also nichts anderes übrig, als den dortigen Sandsteinfelsen wegzufräsen. Grundsätzlich ist dies möglich, würde jedoch rund 80.000 € kosten der gesamte Ausbau würde den Stadtsäckel mit rund 350.000 € belasten. Bei der derzeitigen finanziellen Lage steht also den Sternen, ob ein solches Projekt jemals verwirklicht werden wird
Es wurde ferner ein erster Vorbericht vorgestellt, ob ein archäologisches Stadtkataster sinnvoll und machbar ist. Erstes Fazit: Sinnvoll wäre ein solches Kataster schon, jedoch die Erstellung mit einem so ungeheueren finanziellen Aufwand verbunden, dass nicht vorstellbar ist, wer so etwas finanzieren könnte.
Für große Unruhe hat der geplante Bebauungsplan in Trier-West „Westlich der Straßen Unterm Pulsberg und Römerstraße“ gesorgt. Hintergrund: Ein Anwohner wollte dort hinter seinem Grundstück einen Neubau errichten, Dies stieß auf vehemente Ablehnung der übrigen Anwohner und des gesamtem Ortsbeirates, quer über alle Parteien hinweg. Die Stadtverwaltung hat sich entschlossen, nun das gesamte Gebiet mit einem Bebauungsplan zu belegen. Der Dezernatsausschuss wird diese Empfehlung dem Stadtrat zuleiten, wobei jedoch die eindeutige Empfehlung ausgesprochen wird, dort keine Neubebauung zuzulassen.
Im Stadtteil Ruwer wird der Fischweg (L 149) ausgebaut werden. Das ist dringend notwendig. Das Problem an dieser Stelle ist jedoch, dass mit Verbreitung der Straße zahlreiche Parkplätze am Straßenrand wegfallen werden.
Vom Stadtbad bis zur Spitzmühle soll ein neuer Radweg gebaut werden. Entweder fuhr man (verbotenerweise) auf den Fußgängerwegen, eine Gefahr für die Fußgänger (besonders beim Stadtbad, an den wartenden Busfahrgästen entlang), oder man fuhr auf der viel befahrenen Straße, eine Gefahr für die Fahrradfahrer selbst. Mit dieser äußerst unbefriedigenden Situation wird bald Schluss sein: Da die Brücke im Verteilerkreis Kaiserthermen ohnehin einen schlechten baulichen Zustand ist und saniert werden muss, bietet es sich an, diesen Umstand zu nutzen, um den neuen Radweg zu errichten. Dabei wird eine Fahrspur, die ohnehin nicht benötigt wird, wegfallen und Platz für den neuen Radweg schaffen. Vor dem Stadtbad wird der Gehweg verbreitert und die Bushaltestelle auf die jetzige rechte Fahrspur verschoben. Dahinter kann dann der Radweg geführt werden. Das Ganze kostet rund 530.000 €. Man erwartet einen Zuschuss in Höhe von 240.000 € vom Land. Beginn der Baumaßnahme soll bereits im Herbst 2008 sein.
Der Treppenaufgang im Stadtteil Kürenz von der Soterstraße bis Max-Planck-Straße muss dringend renoviert werden. er musste wegen Baufälligkeit für die Öffentlichkeit gesperrt werden, ist aber die wichtigste Fußverbindung zwischen dem Stadtteil Kürenz und dem Neubaugebiet Petrisberg. Auch hier steht dem schnellen Neubebauung die katastrophale finanzielle Lage der Stadt gegenüber. Ff. Lösung wird hier angestrebt: die gesamte Strecke wird in vier Bauabschnitte eingeteilt. Die Kosten für die ersten beiden Bauabschnitte werden aus Mitteln des Ortsteilsbudgets bestritten, die Kosten für den letzten Bauabschnitt am Petrisberg werden von der EGP dankenswerterweise übernommen. Offen bleibt noch, wie der mittlere Bauabschnitt finanziert werden soll.
Im Stadtteil Mariahof werden die Straßen und Wege jetzt in einem 2. Bauabschnitt ausgebaut werden. Eine entsprechende beschlussempfhelung wurde zustommend dem Stadrat zugeleitet.
Besprochen wurde auch die künftige Busführung im Bereich Zuckerbergstraße/Metzelstraße. Es ist geplant, die Busse künftig über den Nikolaus Koch-Platz allein über die Metzelstraße zuführen. Dort wird eine so genannte Umweltspur eingerichtet, das heißt es dürfen dort Fahrräder und Busse in beide Richtungen fahren. Voraussetzung für diese Lösung ist allerdings, dass die bisherige Bus-Trasse über Nikolaus Kochplatz verbreitert wird. Dies könnte zu Beeinträchtigungen bei den dort stehenden Bäumen führen. Dankenswerterweise werden die Stadtwerke die Kosten für die Baumschutzmaßnahmen übernehmen. Weiterer Vorteil dieser Lösung: Da die Busspur in der Zuckerbergstraße wegfallen wird, kann dort eine Insel geschaffen werden, um den Fußgängern das Überqueren der Straße zu erleichtern.
Es wird wohl kein Weg daran vorbei führen: Auch die Parkplätze" Spitzmühle" (beim FWG) und "Abteiplatz" (Trier-Süd) werden ab Juli 2008 in die Parkraumbewirtschaftung einbezogen werden. Das Parken kostet dann 25 Cent für jede angefangene halbe Stunde So lautet ein Vorschlag, den die Verwaltung dem Stadtrat in der nächsten Sitzung zur Entscheidung vorlegen wird. Die CDU Stadtratsfraktion will jedoch darauf hinwirken, dass die ersten eineinhalb Stunden am Abteiplatz kostenfrei bleiben und außerdem der Parkplatz Spitzmühle mindestens 6 Stunden lang genutzt werden kann. Außerdem soll die Parkzone 1 neu geordnet. dh. bis zum Moselufer ausgedehnt werden. Weitere Veränderungen sind zunächst nicht geplant. Diese waren in der Kürze der Zeit auch nicht möglich. Bekanntlich hat die ADD Einnahmeverbesserung bei der Parkraumbewirtschaftung gefordert, bevor sie den Haushalt 2008 genehmigt. Die jetzt geplanten Neuerungen bringen rund 155.00 € Mehreinnahmen bis zum Jahresende. Für die Neubewirtschaft der beiden Plätze sind jedoch einmalig Investionskosten in Höhe von rund 35.000 € einzuplanen.
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